Dampflok 77.250
Eine echte »Pacific« bei der Eurovapor: drei angetriebene Achsen, zwei Vorlaufachsen und eine Nachlaufachse! Gebaut, um Schnellzüge auf österreichischen Strecken zu ziehen, weist unsere Lokomotive der Baureihe 77 die gleiche Achsfolge auf wie die meisten europäischen Schnellzuglokomotiven ihrer Zeit. Das macht sie kraftvoll und schnell, sogar 110 km/h wurden in Testfahrten erreicht. Die formschöne Lok wird bald 100 Jahre alt und ist im Lokschuppen in Würzburg, Deutschland, stationiert.
- Baujahr 1927
- 1927–1938: Österreichische Bundesbahnen (BBÖ) als 629.65
- 1938–1945: Deutsche Reichsbahn (DRB) als 77 250
- 1945–1949: Restaurierung nach schweren Kriegsbeschädigungen
- 1949–1973: Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) als 77.250
- 1974–1999: Denkmallok in Schaan-Vaduz (Liechtenstein)
- 2005–2021: Fürstlich-Liechtensteinische Eisenbahn Romantik-Stiftung
- Im Bestand der Eurovapor seit 2022
- Status: Einsatzfähig
Die Ursprünge der 77 250 liegen in der Lokbaureihe 629 der k.k. privilegierten Südbahn mit den Betriebsnummern 629.01–15, die zwischen 1913 und 1915 gebaut wurden.
Sie waren für Personen- und leichte Schnellzüge vorgesehen. Verschiedene Vorgaben wie Metergewicht und Leistungssteigerung führten zur Achsfolge 2’C1’ und einer Ausführung als Heissdampflokomotive.
Die erfolgreiche Konstruktion entstand unter Federführung von Ing. Ernst Prossy in enger Zusammenarbeit mit der Lokomotivfabrik der Staatseisenbahngesellschaft (StEG) in Wien. Die Höchstgeschwindigkeit wurde mit 85 km/h festgesetzt, obwohl bei Probefahrten auf der Südbahn (Wien – Triest) 110 km/h problemlos erreicht wurden. Später wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 90 km/h heraufgesetzt. Die Betriebsvorräte waren für eine Reichweite von ca. 200 km bemessen. Die extreme Laufruhe der Lokomotiven waren bei den Personalen sehr geschätzt.
Die guten Ergebnisse bewogen Karl Gölsdorf, anstelle einer eigenen Konstruktion für die königlich kaiserliche Staatsbahn (k.k.St.B.), ebenfalls Lokomotiven dieser Bauart zu beschaffen, welche nur in Details an die Normalien der Staatsbahn angepasst waren. Diese 25 Lokomotiven wurden zwischen 1917 und 1918 geliefert.
Von den Bundesbahnen Österreichs (B.B.Ö) wurden weitere 60 Lokomotiven in den Jahren 1920 bis 1922 und 1927/28 beschafft. Unsere 77.250 entstammt dieser letzten Lieferserie und wurde von der Lokfabrik Krauss & Companie in Linz an der Donau als 629.65 mit der Fabriknummer 1429 gebaut.
| Bezeichnung | 2’C1’ h2t |
| Fahrzeugnummer NVR | 9081 0077 250-2 A-EV |
| Früherer Eigentümer | Fürstlich-Liechtensteinische Eisenbahn-Romantik-Stiftung |
| Erbauer | Lokfabrik Krauss & Companie in Linz an der Donau |
| Baujahr, Fabrik-Nr. | 1927, 1429 |
| Länge über Puffer | 13,345 mm |
| Dienstgewicht | 83,8 t |
| Höchstgeschwindigkeit | 90 km/h |
| Leistung | |
| Besonderes | |
| Im Bestand Eurovapor seit | 2022 |
Viele weitere interessante Informationen zu dieser Lok sind in einem Beitrag zur Übernahme der Lok zu finden:
Die 77.250 kann man mieten!
Die Lok ist in Würzburg, Deutschland, stationiert und kann von Veranstaltern gemietet werden.
Anfragen und Kontaktaufnahme bitte unter dieser E-Mailadresse: