Bild: Fritz Heinze

20 bar Druck gilt es mindestens 30 Minuten zu halten.

Kalte Kesseldruckprobe C5/6

Für einmal standen den wackeren Frohndienstlern der Lokremise Sulgen an diesem Samstag, 20. August 2011, nicht mühevolle Arbeitsstunden, sondern ein feierlicher Tag bevor, denn ein weiteres Puzzlestück für die Wiederinstandstellung der Dampflok C5/6 2969 ‚Elefant‘ konnte gelegt werden. Und zwar mit der Druckprobe des neu berohrten Kessels eines der Wichtigsten! Um bei der Druckprobe mitsamt der amtlichen Abnahme dabei zu sein zu können, fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein auf verschlungenen Pfaden mit unserem Triebwagen Be 3/4 43 ‚TINO‘ nach Dottikon-Dintikon. Von besagtem Bahnhof aus ging es bei brütender Hitze per 30 minütigen Fussmarsch zum Ort des Geschehens, zur Werkstatt von Demian Soder am Dorfrand von Dintikon.

Prüfung mit Bravour bestanden

Dort empfing uns Demian und Sandro Marocco in Amt und Würden als Kesselinspektor. Nebst dem Kessel standen auch ein ‚kühles Blondes‘ (welches nach den Strapazen nur so verdampfte) und äusserst feine Pizzen bereit. Nach kurzer und informativer Ansprache wurde mit der Druckprobe begonnen. Hierzu wurde kaltes Wasser in in den Kessel gepumpt, bis der Druck 20 Bar erreichte. Nun galt es diesen Druck für mindestens 30 Minuten zu halten. Dabei durften natürlich keine grösseren Mengen Wasser dem Kessel entweichen oder andere unerwünschten Beobachtungen gemacht werden. Der Kessel überstand diese Prüfung mit Bravour, wie Sandro Marocco vom Inspektorat des SVTI feststellte! Bevor der Kessel neue Rohre bekam, wurden übrigens auch Materialproben gemacht, auch diese genügten nach all den Jahren den Anforderungen und zeugen somit von der hervorragenden Qualität des Schweizerischen Lokomotivbaus. Zum Abschluss dieser feierlichen Stunde gab es noch lobende Worte unseres Präsidenten Gerd Hilligardt und es wurde allen Anwesenden ein Glas Schaumwein gereicht.

Die anschliessende Rückkehr zum Bahnhof mit einem Bus der A-Welle (den Fussmarsch ersparten wir uns diesmal) und die Rückfahrt mit ‚TINO‘ – inklusive dem obligatem Vesperplättli – schloss diesen erlebnisreichen Tag ab. Impressionen sind in der Fotogalerie unten zu finden.

Zum Vergleich ein Druckproben-Protokoll der C5/6 2956 von 1914, zur Verfügung gestellt von Hr. Voisin www.voisin.ch

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