Update vom 23.04.2018: Die Wiederinbetriebnahme des BDe 3/4 verzögert sich und kann nicht wie geplant am 1. Mai 2018 in Betrieb genommen werden. Nach Rücksprache mir diversen Spezialisten muss der Trafo ausgemessen werden. Des weiteren sind diverse Isolationsrohre irreparabel beschädigt und müssen ersetzt und das Hochspannungskabel von Spezialisten auf eine Weiterverwendung überprüft werden. Der Ventilatormotor (bereits bei Meier AG in Regensdorf) verlangt eine aufwändige Revision. Diese hat mit dem Kurzschluss nichts zu tun und ist wegen der fortgeschrittenen Zerstörung der Isolation durch Alterung unbedingt nötig geworden. Da Offerten eingeholt und mit den Spezialisten Termine koordiniert werden müssen, kann derzeit ein Datum für die Wiederinbetriebnahme noch nicht genannt werden.

 

Update vom 17.03.2018: Anlässlich der Probefahrt der C 5/6 2969 konnte der BDe 3/4 von Romanshorn nach Sulgen zur Reparatur überführt werden. Da die C 5/6 für einige Tage am Gotthard beschäftigt sein wird, geht vorübergehend der Triebwagen zur Reparatur in die Remise in Sulgen. Bis zum Abschluss der Reparaturarbeiten wird die Dampflok in Romanshorn abgestellt.

 

 

Update vom 07.02.2018: Nachdem die Auswertung der Ölprobe aus dem Trafo eingetroffen ist, können wir soweit Entwarnung geben, dass beim Überschlag der Trafo heil geblieben ist. Zur genaueren Schadensbeurteilung muss als nächstes der Hauptschalter über das Dach ausgebaut werden, was nur mit einem Kran in einer genügend hohen Halle möglich ist, die erst gefunden werden muss. Danach kann die Dachsanierung und Ersatz von Isolatoren und Kabel angegangen werden. Derzeit rechnen wir mit einer voraussichtlichen Wiederinbetriebnahme auf Mai 2018.

 

Schadenserie bricht nicht ab - ein Kurzschluss setzt den BDe 3/4 «Möhl's Apfelsaft-Express» ausser Betrieb

Nach einer Serie von Schadenfällen seit Herbst 2017, traf es am 10. Dezember 2017 schliesslich auch den beliebten Nostalgie-Triebwagen BDe 3/4 Nr. 43 der Eurovapor. Nach einer kurzen Charterfahrt von Frauenfeld nach Kreuzlingen, kam es in Romanshorn kurz vor der Remisierung zu einem folgenschweren Kurzschluss im Hochspannungsraum. Soweit sichtbar, beschränken sich die Schäden auf die Hochspannungseinführung 15'000 Volt in den Transformator und den Dacheinführungsisolator. Vorsorglich wurde dem Trafo eine Ölprobe entnommen, die Aufschluss über mögliche weitere Schäden aufzeigen soll. Der Grund des Kurzschlusses ist nicht bekannt. Die Reparatur soll möglichst schnell in Angriff genommen werden.

 

Ungewöhnliche Komposition in Wattwil sowie Nesslau am 16.12.2017: Um eine bereits gebuchte Charterfahrt mit dem Apfelsaft-Express trotz des durch den Kurzschluss in Mitleidenschaft gezogenen Triebwagens durchführen zu können, entschloss man sich, diesen durch die Be 4/4 14 zu schleppen. Die Heizung funktionierte über ein Hilfsheizkabel ab Be 4/4 und die Innenbeleuchtung konnte über die Restspannung ab Batterie betrieben werden. (Bilder H.U. Kneuss)