Update vom 20.12.2017: Heute am 18.12.2017 fand in Heilbronn an der Dampflok 23 058 ein Termin mit Fachkräften aus dem Dampflokwerk Meiningen zur Befundung des Triebwerkschadens vom 30.11.17 statt. Die bisher von uns angenommene Schadensursache – ein Bruch der vorderen Halterung der Kreuzkopfführung am hinteren Zylinderdeckel – wurde heute von den Fachleuten aus Meiningen bestätigt. Die dadurch entstanden sichtbaren Schäden sind im Rahmen von Metallbearbeitung zwar sehr umfangreich, aber reparabel. Jedoch, um die eventuell nicht sichtbaren Schäden im Fahrwerk (Rollenlager) auszuschließen, muß die Lok ausgeachst, umfassend befundet und vermessen werden. Für diese Arbeiten stehen aber im Werk Meiningen erst wieder ab dem 3. Quartal 2018 Kapazitäten zur Verfügung - somit müssen wir leider ALLE Fahrten mindestens bis 30.09.2018 absagen! Eine Aussage, ab wann die Lok im Herbst 2018 wieder einsatzfähig ist, können wir erst nach Erhalt des Angebots (vrsl. Ende Januar) und der daraus folgenden Auftragsvergabe in Absprache mit dem Werk Meiningen treffen. Wir bedauern diese Entscheidung sehr und hoffen aber, Sie im Laufe der 2. Jahreshälfte 2018 wieder als Kunden für die 23 058 im Jahre 2019 ansprechen zu dürfen.
Eurovapor Gruppe 23 058 Deutschland

 

Erneut schwerer Schaden an einem Fahrzeug der Eurovapor

Die Unglückserie will nicht abreissen: Bei einem schweren Triebwerkschaden an der Dampflok 23 058 ist dies nun innert 40 Tagen bereits der 3. grosse Fahrzeugschaden bei der Eurovapor. Auch hier kommt der Zeitpunkt höchst ungelegen - die Auftragslage der 23 058 für das kommende Jahr 2018 wäre mehr als gut. 

Zum Ereignis berichtet uns Thorsten Biehler von der Eurovapor Gruppe Deutschland wie folgt: 

Am Donnerstag, 30.11.2017 ist an der 23 058 zwischen Heilbronn Hbf und Neckarsulm auf der Überführung nach Würzburg ein größerer Schaden aufgetreten.

Die 23 058 fuhr mit eigener Kraft, allerdings mit Vorspann durch die MaK 800D des SEH. Der Vorspann ist derzeit leider noch erforderlich, da die PZB-Anlage der Lok noch nicht ganz komplett und folglich auch noch nicht abgenommen ist. Grund dafür ist die lange Lieferzeit einiger Teile der PZB-Anlage.

Der genaue Umfang des Schadens muss erst noch ermittelt werden. Der Schaden ist mit Sicherheit reparabel, aber der Umfang der Instandsetzung steht natürlich noch nicht fest. Bevor ein ungefährer Zeitrahmen für die Reparatur festgelegt wird, ist eine genaue Befundung erforderlich. Eine Dauer der Reparatur ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Die Befundung muss zunächst auch ergeben, welche Ersatzteile erforderlich sind und woher sie beschafft werden können. Eine schlimmstenfalls erforderliche Neuanfertigung von Teilen kostet Zeit und vor allem auch viel Geld.

Sicher ist bislang, dass auf der Lokführerseite die vordere Halterung der Kreuzkopfführung abgerissen ist. Dadurch sind umfangreiche Folgeschäden am Zylinder, an den Zylinderdeckeln, am Kreuzkopf und weiteren Aufhängungen entstanden. Weitere Steuerungsteile, Treib- und Kuppelstangen müssen noch auf Beschädigungen hin untersucht werden.

 

Abgerissene Kreuzkopfführung.