Wer mit Eisenbahnfahrzeugen auf Schienen Fahrten durchführen möchte, muss sich für den Netzzugang einem lizenzierten Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) anschliessen. Unter anderem gibt das EVU für sie ergänzende Betriebsvorschriften heraus und beschäftigt für all den Papierkram einen Betriebsleiter. Eines von vielen solchen EVU‘s war seit der Öffnung des Schienennetzes für Dritte vor 10 Jahren die EUROVAPOR, damit die ihr angeschlossenen Vereine Personenfahrten mit historischen Fahrzeugen durchführen konnten. Mit dem Zerbröckeln der EUROVAPOR blieb noch einzig der Betrieb Sulgen, und somit fehlten die Fachleute um den stetig steigenden Aufwand für den „Dokumentenkrieg“ mit den Behörden bewältigen zu können.

Deshalb haben sich Rail Event AG, Zermatt Rail Travel (ZRT AG) und EUROVAPOR für einen Zusammenschluss der EVU TR Trans Rail GmbH und EUROVAPOR entschieden. Die Kräfte wurden somit gebündelt und stellen zukünftig eine gewisse Professionalität gegenüber dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und den Infrastrukturen sicher. Zudem wird eine erweiterte Netzzugangsbewilligung angestrebt, mit dieser kann dann jede Art von Zügen geführt werden, sei es ein historischer Güterzug oder Spezialverkehre wie Überfuhren.

Am 11. Dezember 2010 verkehrte der letzte Extrazug unter dem EVU EUROVAPOR. Eine Abschiedsfahrt führte geladene Gäste ab Winterthur Töss nach Sulgen, die sich bei der Lokremise Sulgen über die laufenden Projekte informieren konnten. Gleichzeitig wurde bei einem Glas Sekt auf die neue EVU TR Trans Rail AG angestossen. Sie soll nach den bevorstehenden Festtagen am 21. Januar 2011 in Sulgen gegründet werden.

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